find yourself – be true – live mindfully – explore

ayurveda anfänger

Meine 7Days-Ayurveda-Beginner-Challenge

Einen Lebensstil finden, der zu mir passt

Ich bin schon länger auf der Suche nach einem Lebensstil, der einen ganzheitlich trägt – von der Ernährung über Medizin bis zum Alltäglichen. Jetzt möchte ich es mal mit Ayurveda versuchen. Schon oft gehört, aber nie so ganz an mich ran gelassen, hat es mich jetzt doch angezogen. Also gut! Ich dachte ich mache eine eigene kleine Challenge draus, weil ich auch noch andere Dinge integrieren möchte und ich an sich eine ruhige Woche habe – heißt, ich bin ziemlich flexibel und kann, mit ein paar Ausnahmen, meinen Tag tatsächlich gestalten wie ich will.

Ein ayurvedischer Alltag richtet sich nach dem natürlichen Tages- und Nachtrhythmus. Das bedeutet auch frühes Aufstehen und zeitiges Ins-Bett-gehen. Auch die Mahlzeiten sind dem angepasst. So soll zum Bespiel die größte Mahlzeit des Tages zu einem genommen werden, wenn die Sonne im Zenit steht. Ein ayurvedischer Lebensstil hat starke positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden und hilft im Einklang mit der Natur und sich selbst zu sein und vor Energie zu spühen. Außerdem wird mit viel Achtsamkeit, wie ich finde, den Tag gelebt, was mir sehr zu Gute kommen wird.

Zuerst sollte man heraus finden welcher Typ man ist. Es gibt drei Typen (Doshas – „Regelkräfte“) und zwar: Vata, Pitta und Kapha.

Seine individuelle Konstitution, sein Temperament, Vorlieben und Abneigungen, Ernährungsbedürfnisse und vieles, vieles mehr. – www.ayurveda-produkte.de

Denn darauf wird z.B. auch die Ernährung abgestimmt.

 

Wie sieht mein Ayurveda-Alltag aus?

Aufstehen: Ich werde zwischen 4 und 5.30 Uhr aufstehen (denn danach beginnt die Kapha-Zeit und laut der Ayurveda-Lehre wird es dann besonders schwer aus dem Bett zu kommen). Zwischen 4-5 Uhr wird der Schlaf dank der inneren Uhr leichter und meist wacht man um die Uhrzeit das erste Mal auf und legt sich nach einem Blick auf die Uhr noch einmal erleichtert hin, weil man noch ein paar Stunden schlafen kann. Ich werde aber die nächsten 7 Tage sogleich aufstehen. Es gab eine Zeit in der ich dachte Schlafprobleme zu haben, in der ich tagtäglich um 4 Uhr rum aufgewacht bin und bis 5 oder gar 6 Uhr nicht mehr einschlafen konnte. Jetzt weiß ich: eigentlich war dies der normale Tagesrhythmus.

Dankbarkeitsminuten: Ich schiebe hier ein oder mehrere Dankbarkeitsminuten ein. Ich setze mich einfach im Bett nach dem Aufwachen auf und starte mit Dankbarkeit in den Tag.

Dem-inneren-Kind-zuhören-Routine: Ich versuche eine Verbindung zu meinem inneren Kind herzustellen, ihm zuzuhören und die Erkenntnisse in meinen Tag einzubinden.

Reinigen: Nach dem Aufstehen versuche ich mir eine Selbstmassage mit Öl zu geben, Kokosöl-Ziehen (Öl im Mund eine ganze Weile durch die Zähne ziehen, spülen), Zungenschaben und die normale Körperhygiene. Außerdem steht warmes Wasser mit Zitrone und am besten noch mit Ingwer trinken auf dem Plan. Das soll die innere Reinigung begünstigen.

Frühstück: Zum Frühstück soll es etwas Warmes geben. Am besten warmer Getreidebrei – den kann der noch träge Verdauungstrakt gut verdauen und die Wärme tut dem Körper sehr gut. Den Brei mit Gewürzen, wie Zimt und Kardamon würzen und nach Belieben etwas süßen. Das Trinken verschiebe ich auf später. Denn während dem Essen zu trinken und das Essen zu verdünnen ist eher kontraproduktiv für die Verarbeitung und Verdauung. Als Alternative zu Kaffe gibt es bei mir die goldene Milch. Die habe ich schon des öfteren zubereitet und sie schmeckt wirklich herrlich und ist zudem noch so mega gesund – was will man mehr?

Hier mein Rezept Goldene Milch für dich:

  • 250ml Mandelmilch (oder andere) erwärmen &
  • gut 1 cm Kurkuma-Wurzel (oder Pulver),
  • 1 cm Ingwer,
  • sowie Pfeffer hinzugeben und gut mixen/pürieren.
  • Ich siebe das ganze dann kurz durch, da ich keine Stückchen drin möchte.
  • Danach gebe ich noch Zimt, Kardamom und Agavendicksaft oder Honig dazu. Wer Vanille daheim hat, gerne auch noch Vanille – guten Durst!

Schau dir gerne noch einmal die Empfehlungen für die jeweiligen Typen an. Bei Vata-Typen wird empfohlen eine Dattel anstatt Honig als Süßungsmittel zu nehmen. Kapha-Typen sollen Pfeffer hinzufügen, usw.

Meditation: Mit der goldenen Milch setze ich mich auf den Balkon an die frische Luft, lass mich von der Natur berieseln (Vögeln zuhören, Windrauschen, Himmel und Wolken beobachten) und meditiere. Entweder höre ich mir eine geleitete Meditation an oder mache eine im Stillen.

Bewegung: Ich schwinge mich auf meine Yoga-Matte und mache ein paar Abläufe. Zuerst Yogaübungen zum Streching, dann um den Körper in schwung zu bringen und zu energetisieren. Dann hüpfe ich zu Tanzmusik auf dem Trampolin für einige Minuten.

Tagebuch: Ich schreibe kurz mein 6-Minuten-Tagebuch

Hustlen!: Jetzt kommt der produktivste Teil des Tages. Ich mache Arbeiten, die meine volle Aufmerksamkeit brauchen.

Mittagessen: Die größte Mahlzeit gibt es, wenn die Sonne am höchsten steht – also um 12 Uhr. Die Verdauung arbeitet jetzt nämlich auf Hochtouren. Das Mittagessen sollte so gestaltet sein, dass es deinem Körper Energie gibt und nicht raubt. Das heißt einerseits, nur so viel essen, dass der Magen nur zu 2/3 voll ist – das ist ungefähr so viel, wie in zwei Handflächen passt – und andererseits steht Gemüse, gesunde Kohlenhydrate und Gewürze auf dem Plan. So wird dem Mittagstief vorgebeugt. Die Mahlzeit sollte vegetarisch oder gar vegan sein, aber Fleisch und Milchprodukte ist nicht gänzlich verboten, aber ich möchte es gerne vegetarisch/vegan halten. Ich koche selbst und mit Liebe. Gegessen wird entweder in Ruhe auf dem Balkon oder am drin am Tisch. Hauptsache man lenkt sich nebenher nicht mit anderem ab (auf gar keinen Fall Netflix oder Co. schauen).

Nach dem Mittagessen darf man ruhig 15 Minuten ruhen & dösen – aber nicht einschlafen. Damit tut man sich keinen Gefallen und man ist danach müder als zuvor.

Routinearbeiten: Nachmittags mache ich Routinearbeiten, die ich mir aufgehoben habe, denn jetzt ist mein Körper mit Verdauen beschäftigt, was sich auch auf die Konzentration auswirkt und uns eventuell bisschen schlapp macht (auch je nach dem, wie viel und was wir gegessen haben!).

Abendessen: Das Abendessen sollte warm und leicht sein und vor allem mindestens 3 Stunden vor dem Zu-Bett-gehen! Die längere „nicht-essensphase“ ist sehr sehr wichtig für den Körper, da er sich in der Zeit um Aufräumarbeiten in deinem Körper kümmern kann und die Selbstheilung aktiviert wird. Rohkost eher vermeiden, denn nun ist die Verdauung wieder träge und ihr verhindert so Magenbeschwerten über die Nacht. Es bieten sich Suppen oder leichtere Eintöpfe an oder einfach nur eine warme Milch mit Gewürzen, wenn man eh etwas abnehmen möchte (wie ich 😉 ). So eine Milch kann man auch trinken, wenn man abends unbedingt noch etwas süßes zu sich nehmen muss. Dann lieber diese Milch, als noch etwas zu knabbern. Die Regenerationszeit ist wirklich sehr wichtig für deinen Körper. Die Milch kann zB. folgendermaßen aussehen: eine Tasse Milch, 1 Msp. Muskatnusspulver, 1 MS Safran, 1 TL Honig.

Relaxen: Sobald die Sonne langsam unter geht, fahren auch wir runter. Die Zeit sollte nun zum Relaxen und Entspannen sein. Ich lese, höre Podcasts, mache noch etwas Yoga, kuschle mich schon einmal ins Bett und massiere mir meine Füße mit Sesamöl, oder an heißen Tagen mit Kokosöl, ein. So wird die Überaktivität des Körpers über die Füße ausgeleitet und man schläft gut (ein).

 

Hier könnt ihr mehr über Ayurveda lesen & hören!

Besonders die Podcastfolge von Laura Malina Seiler kann ich euch ans Herz legen.

Yoga-Vidya.de – Ayurveda Tagesroutine

www.pranaupyourlife.de

Über das perfekte Ayurveda-Leben – Interview mit Janna Scharfenberg

# 113 Podcast: Wie du die alte Weisheit des Ayurveda auf dein modernes Leben übertragen kannst – Interview mit Carina Preuß

You Might Also Like

Leave a Reply